Jacob Jensen

Jacob Jensen

Die elektronischen Geräte von Jacob Jensen sind wirklich einzigartig. Ihr unnachahmliches Design mit der schlichten, klaren Formensprache folgt dem Grundsatz „less is more“. Die Funktionalität bestimmt die Gestaltung. So entstehen Produkte wie Wetterstationen, Uhren oder Telefone, die das alltägliche Leben stilsicher verbessern.

Jacob Jensen – unnachahmlich im Design, innovativ in Funktion

Der dänische Industriedesigner Jacob Jensen gründete 1958 in Dänemark sein eigenes Designstudio „Jacob Jensen Design“ und legte damit den Grundstein, der ihn zu einem der bekanntesten Designer der Welt werden ließ. Er entwickelte in den darauffolgenden Jahrzenten eine unnachahmliche Formensprache, die das Design von HiFi-Anlagen, Telefonen, Uhren und vielen anderen Dingen des täglichen Lebens nachhaltig veränderte. Jacob Jensen hat seinen ganz eigenen Stil geschaffen, der die Hauptdesignrichtungen des 20. Jahrhunderts wie kein anderer verbindet. Seine Entwürfe greifen die Gestaltungsleitsätze „less is more“ und „form follows function“ auf, die für minimalistisches und modernes Design stehen. Auch das so genannte MAYA-Prinzip (most advanced yet acceptable), das eine Art Mittelweg zwischen Innovation und Gewohntem ist, nutzt er für seine Designs. Nicht zuletzt deswegen heimste Jacob Jensen für viele seiner über 500 Entwürfe zahlreiche Design Awards ein. Zudem sind einige seiner zeitlosen Designobjekte unter anderem im renommierten Museum of Modern Art in New York vertreten, wo ihm 1978 sogar eine Sonderausstellung mit dem Titel „Bang & Olufsen - Design for Sound by Jacob Jensen“ zuteilwurde. 1999 hat der dänische Außenminister Niels Helveg Petersen, Jacob Jensen sogar in die Liste der „Großen Dänen“ aufgenommen, zu denen auch Arne Jacobsen und Jorn Utzøn zählen.

Jacob Jensen – vom Vorstadtjungen zum renommierten Designer

Angefangen hat die Geschichte von Jacob Jensen in dem kleinen Kopenhagener Vorort Vesterbro, wo er 1926 als Sohn des Polsterers Alfred Jensen geboren wurde. Er verließ die Volksschule nach der siebten Klasse und begann seine Karriere zunächst als Lehrling in einem Schlachthof, ehe er sich im Alter von 16 Jahren ebenfalls für eine Ausbildung als Polsterer entschied. Im Jahr 1947 begann er schließlich in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten, in der er erstmalig die Gelegenheit hatte eigene Möbel zu entwerfen. Schnell fand er große Freude daran und begann 1948 Möbeldesign an der Königlich Dänischen Akademie der Schönen Künste in Kopenhagen zu studieren. Dort erlernte er unter anderem die Designmethoden von Klaare Klint und Hans Wegner, der mit dem Round Chair weltberühmt wurde, und beendete 1952 die Kunstgewerbeschule als gelernter Industriedesigner. Sein Weg führte ihn anschließend zum ersten dänischen Büro für Industriedesign, das 1949 von Sigvard Bernadotte und Acton Bjørn gegründet worden war, wo er die meiste Zeit als Chefdesigner tätig war. Einige Jahre später, genauer gesagt im Jahre 1958, gründete Jacob Jensen in Dänemark mit acht Angestellten sein eigenes Büro für Industriedesign. Nur ein Jahr später verließ er Dänemark für zwei Jahre, um als assistierender Professor für Industriedesign an einer Universität in Chicago zu lehren und Kontakte in Übersee zu knüpfen. Dort lernte er auch Richard Latham kennen, der ihn dazu inspirierte den europäischen Bauhaustil mit typischem amerikanischem Design zu verbinden. Diese Erfahrungen verwandelten den dänischen Vorstadtjungen zu einem der Designer der Zukunft.

Vielfältig und doch einzigartig – Jacob Jensen

Seinen Durchbruch schaffte Jacob Jensen bereits Anfang der 60er-Jahre, mit der Entwicklung eines futuristischen Designkonzeptes für hochwertige Audiogeräte, das ursprünglich für General Electric geplant war und schließlich von Bang & Olufsen übernommen wurde. Seine wohl bekanntesten Entwürfe für Bang & Olufsen sind das Beolit 600 Kofferradio, der Beogram 4000 Plattenspieler und die Beocenter 9000 Hifi-Anlage. Während seiner Laufbahn als Designer war Jacob Jensen unter anderem als Chefdesigner für Gaggenau tätig und hat mehr als 500 Produkte designt. Darunter Radios, Uhren, Telefone, Waagen, ganze Küchen, Brillen, Rauchmelder, das Auto „Jensen One“ auf Basis eines Citroën XM und sogar ein turmhohes Windrad, das an Dänemarks Küste steht. Seit 1990 leitet Jacob Jensens Sohn Timothy Jacob die Geschicke des Designbüros und hat es in dieser Zeit geschafft Jacob Jensen als eigne Marke zu etablieren. Er versteht es, die einzigartige Formensprache auch auf neue Produkte zu übertragen und dabei die beispiellose Designhandschrift seines Vaters mit einfließen zu lassen. Jacob und Timothy Jacob Jensen beweisen, dass auch scheinbar gewöhnliche Produkte des Alltags schön, modern und einzigartig sein können.