Tecnolumen

Tecnolumen

Das Designunternehmen Tecnolumen stellt besondere Leuchten her. Die Geschichte des Unternehmens begann mit der Wilhelm Wagenfeld Tischleuchte, einem traditionellen Bauhaus-Klassiker, der auch heute noch die Produktpalette prägt. Gleichermaßen beschreitet Tecnolumen mit innovativem und sehr ausgefallenem Lichtdesign neue Wege.

Tecnolumen – in bester Bauhaus-Tradition

Tecnolumen startet 1980 mit nur einem einzigen, dafür umso erfolgsversprechenden Produkt: der berühmten Bauhaus Tischleuchte von Wilhelm Wagenfeld. Der Firmengründer Walter Schnepel ist ein kunstbegeisterter Kaufmann, als er Mitte der 70er Jahre durch Zufall einige Holzschnitte des berühmten Industriedesigners entdeckt. Bei ihrem Treffen in den Werkstätten Wagenfelds in Stuttgart zeigt Schnepel seine große Wertschätzung und Bewunderung für dessen außergewöhnliche Tischleuchte, die zu dieser Zeit fast in Vergessenheit geraten war. „Machen Sie es doch!“ antwortet Wagenfeld auf die Frage nach einer Neuauflage. Damit sichert sich Walter Schnepel als einziger weltweit die Rechte an einer autorisierten Re-Edition der Wagenfeld WA 24 Tischleuchte und gründet die Marke Tecnolumen in Bremen. Sein enthusiastisches Ziel ist es, die etwas stockende Designentwicklung in Deutschland nach der Blütezeit in den 30er bis 50er Jahren wiederzubeleben. Hierbei legt er bewusst den Fokus auf Bauhaus, das mit seiner funktionsorientierten und klaren Ästhetik die Anfänge des deutschen Industriedesigns einläutet. Mit Tecnolumen greift Walter Schnepel stilprägende Entwürfe jener Zeit auf und bewahrt sie vor Vergessenheit. Heute gilt das Bremer Unternehmen als Weltmarktführer in der Herstellung von Bauhaus-Originalen und ergänzt seine Produktpalette mit den Arbeiten herausragender aktueller Designer.

Wagenfeld Tischleuchte – ein Wahrzeichen des deutschen Industriedesigns

Im Jahr 1924 ist der Silberschmied-Geselle Wilhelm Wagenfeld 24 Jahre alt und Schüler im Staatlichen Bauhaus in Weimar. In der schuleigenen Metallwerkstatt entwirft er unter der Leitung des „Formmeisters“ László Moholy-Nagy die Tischleuchte MT8 und schreibt damit ungeahnt Geschichte. Die Form der Leuchte richtet sich nach ihrer Funktion aus und ist dabei simpel und markant zugleich. Zuerst sticht der Lampenschirm – eine Halbkugel aus Opalglas – ins Auge. Auf einem schlichten Metallrohr balancierend, streut er ein weiches und diffuses Licht. Der Lampenfuß – schmal und rund zieht sich optisch zurück, während er für einen sicheren Stand sorgt. Wagenfeld setzt bewusst auf einfache geometrische Formen wie den Kreis, Halbkreis oder die Linie und verleiht seiner Leuchte damit einen bodenständigen und vertrauten Charakter, der mit jeder Umgebung harmoniert. Damit handelt er ganz im Sinne der Bauhauslehre, die die Entwicklung von industriell hergestellten Massenprodukten fördert und Funktion vor Design stellt. So erschafft Wagenfeld ein Symbol des modernen deutschen Industriedesigns und einen stilprägenden Design-Klassiker. Heute ist die Tecnolumen Wagenfeld Tischleuchte kein Massenprodukt, sondern ein exklusives Sammlerstück und weltweit in renommierten Museen, wie dem MoMA in New York, vertreten.

Tecnolumen – Bauhaus-Philosophie in Reinkultur

Das Kernstück der Produktpalette von Tecnolumen bilden unbestrittene Design-Klassiker, die teils von recht jungen Schülern Deutschlands bekanntester Kunstschule stammen. 1919 gründet Walter Gropius das Staatliche Bauhaus in Weimar, aus dem die bedeutendsten Gestalter der Moderne hervorgehen. Der große Erfolg der Schule liegt zum Einen an ihren Lehrern, die als internationaler Zusammenschluss von Visionären bewusst eine neue Kunstrichtung herbeirufen. Gleichzeitig zielt der disziplinübergreifende, handwerklich ausgelegte Unterricht in den schuleigenen Werkstätten auf eine praxis- und funktionsorientierte Auseinandersetzung mit Gebrauchsgegenständen ab. Zu den bekanntesten Schülern gehört Wilhelm Wagenfeld, dessen Tischleuchte als Bauhaus-Symbol gilt und heute von Tecnolumen exklusiv wiederaufgelegt wird. In der Produktpalette von Tecnolumen finden sich auch Entwürfe von Gestaltern, die nicht am Bauhaus studierten, doch in ihren Werken an seine Philosophie anknüpften. Wie etwa der Franzose Eduard-Wilfrid Buquet und seine funktionale EB 27 Tischleuchte. Oder der filigrane ES 57 Deckenfluter vom deutschen Architekten und Möbeldesigner Egon Eiermann. Fast ein Jahrhundert später inspiriert Bauhaus noch immer zeitgenössische Designer wie Mathias Schifferdecker, der mit seiner Cubelight Tischleuchte die Architektur jener Zeit aufgreift und damit perfekt ins Portfolio von Tecnolumen passt.